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Blois 2003 - Mystisch und fetzig

Mit Pauken, Trompeten und mystischem Hexenkult zogen die Tiengener Schlosshexen und die Guggenmusik Zarte Säu nach Frankreich, um in der Partnerstadt Blois am dortigen Carneval mitzuwirken.

Der Reisebus, mit dem die beiden Gruppen ihre Fahrt antraten, war bis auf den letzten Winkel vollbepackt mit Kostümen, Instrumenten und Masken der ca. 50 Mitglieder. Nach Ankunft, Unterbringung in der Feuerwehrkaserne und einem vom Freundschaftskomitee organisiertem Frühstück stand eine Stadtbesichtigung auf dem Programm. Und die Stadt an der Loire, im Mittelalter bereits Handelsstadt, zeigte sich im strahlenden Sonnenschein von der besten Seite.

Der Rundgang ermöglichte den Tiengener Gästen einen interessanten Einblick in die Stadtgeschichte der Königsstadt Blois. Die Führung begann am Schloss von Blois, einem Bauwerk aus dem 17. Jahrhundert. Gleich nebenan, am Haus der Magie, der Zauberschule von Blois, konnten die Tiengener Narren eine besondere Attraktion miterleben. Jede volle Stunde öffnen sich die Fenster des Hauses, und riesige Drachen strecken ihre Köpfe und Gliedmaßen heraus. Sehenswert beim Gang durch die Innenstadt waren auch die große "Denis Papin" Treppe und die Kathedrale Saint Louis.

Am Nachmittag gaben die Zarte Säu ein Ständchen für die Feuerwehrleute und ihre Angehörigen als Dankeschön für die Unterbringung. Die "Pompiers" warteten ihrerseits mit einem Sektempfang auf, und in einer kleinen Ansprache hob der Feuerwehrkomandant hervor, wie wichig die grenzüberschreitenden Partnerschaften, gerade in diesen Krisenzeiten wie diesen, zur Förderung des freundschaftlichen Miteinanders der Nationen sind. Abends bereiteten die Schlosshexen auf dem Place de la Republique ihr Hexenfeuer vor und vollführten den Hexensprung erstmals auf französischen Boden. Für ihre mystische und eindrucksvolle Darbietung erntete die Gruppe viel Applaus. Musikalisch umrahmt wurde das Hexenspektakel mit Guggenmusikklängen. Gemütlich ausklingen ließ man den Tag bei einer Weinprobe im Weingut Cave de la Brose in Chemery, zirka 20 Kilometer von Blois entfernt. Durch einen Tunnel wurden die Fasnächtler 40 Meter tief in ein stillgelegtes Bergwerk geführt, wo ihnen bei Kerzenschein ein 5-Gänge-Menü serviert wurde. Kurt Baumgartner, Vorsitzender der Schlosshexen und Ronald Landwehr, Vorsitzender der Guggenmusik Zarte Säu dankten bei dieser Gelegenheit dem Freundschaftskomitee für den herzlichen Empfang.

Am Sonntag bereicherten die Tiengener Fasnachtsvereine den großen, fantasievollen Umzug durch die Partnerstadt. Diese Reise belebte nicht nur die deutsch-französischen Beziehungen. Auch die beiden Tiengener Vereine verstanden sich bestens und haben ihre feundschaftliche Beziehung einmal mehr intensiviert.

» Fotos von der Blois-Fahrt ...